Sachgebiete / Anweisungen › Informationssicherheit
Richtlinie Schutzbedarfsanalyse
Methodik zur Ermittlung des Schutzbedarfs von Informationen und Systemen.
1. Methodik
Die Schutzbedarfsanalyse orientiert sich an BSI IT-Grundschutz und bewertet pro Asset die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.
2. Schutzbedarfsklassen
| Klasse | Beschreibung |
|---|---|
| Normal | Begrenzte Auswirkungen, lokal beherrschbar |
| Hoch | Erhebliche Auswirkungen, Reputationsschäden möglich |
| Sehr hoch | Existenzbedrohende Auswirkungen, regulatorische Verstöße |
3. Vorgehen
Der Asset-Eigentümer führt die Erstbewertung durch, der ISB validiert. Bei Abweichungen entscheidet der Risiko-Ausschuss.
4. Vererbung
Der Schutzbedarf vererbt sich auf abhängige Systeme nach Maximumprinzip, Kumulationsprinzip oder Verteilungsprinzip - je nach Konstellation.
5. Aktualisierung
Die Schutzbedarfsanalyse wird mindestens jährlich sowie bei wesentlichen Änderungen (neue Anwendung, Re-Architektur) überprüft.
Merkur Privatbank · Organisationshandbuch