Sachgebiete / Anweisungen › Sicherheitsmaßnahmen
Notfallhandbuch IT
Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs bei Störungen und Notfällen.
1. Zweck
Dieses Notfallhandbuch beschreibt die Maßnahmen zur Wiederherstellung des IT-Betriebs bei Störungen, Ausfällen und Katastrophen. Es ist Bestandteil des Business-Continuity-Managements (BCM) der Bank.
2. Eskalationsstufen
- Stufe 1 – Störung: Einzelne Systeme betroffen, Workaround möglich. Behebung innerhalb von 4 Stunden.
- Stufe 2 – Schwere Störung: Geschäftskritische Systeme betroffen. Eskalation an IT-Leitung. Behebung innerhalb von 8 Stunden.
- Stufe 3 – Notfall: Kernbankensystem oder mehrere kritische Systeme ausgefallen. Aktivierung des Krisenstabs.
3. Wiederanlaufplan
Die Wiederanlaufreihenfolge richtet sich nach der Kritikalität der Systeme:
- Kernbankensystem und Zahlungsverkehr (RTO: 4 Stunden)
- E-Mail und Kommunikation (RTO: 8 Stunden)
- Handelsplattform (RTO: 4 Stunden)
- Kundenportal und Online-Banking (RTO: 8 Stunden)
- Interne Anwendungen (RTO: 24 Stunden)
4. Notfallübungen
Mindestens jährlich sind Notfallübungen durchzuführen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Disaster-Recovery-Tests der kritischen Systeme erfolgen halbjährlich.
5. Kommunikation im Notfall
Die Kommunikation im Notfall erfolgt über die Eskalationskette. Externe Kommunikation (Kunden, Aufsicht, Presse) erfolgt ausschließlich über die Geschäftsleitung.
Merkur Privatbank · Organisationshandbuch