Sachgebiete / Anweisungen › Geldwäsche
Verfahrensanweisung Transaktionsmonitoring
Regelbasierte und szenarienorientierte Überwachung von Transaktionen.
1. Zweck
Das Transaktionsmonitoring identifiziert Transaktionen, die im Hinblick auf Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder andere strafbare Handlungen auffällig erscheinen.
2. Szenarien
- Strukturierung (Smurfing) bei Bargeldgeschäften
- Hohe Transaktionsvolumina ohne wirtschaftliche Plausibilität
- Transaktionen mit Hochrisikoländern
- Kreislauftransaktionen zwischen verbundenen Konten
- Auffällige Auslandsüberweisungen
3. Alarmbearbeitung
Alarme werden nach SLA bearbeitet: L1-Sichtung innerhalb 24 Stunden, Klärung mit Fachbereich/Kundenberater innerhalb 5 Werktagen, Abschluss innerhalb 30 Tagen.
4. Dokumentation
Jeder Alarm und jede Entscheidung wird im Geldwäsche-Tool revisionssicher dokumentiert. Schließungsgründe werden standardisiert erfasst.
5. Modellpflege
Schwellenwerte und Szenarien werden mindestens jährlich auf Wirksamkeit überprüft. Bei zu hoher Falsch-Positiv-Rate werden Modelle nachjustiert.
Merkur Privatbank · Organisationshandbuch